1839 |
Paul Cézanne wird am 19.01.1839 als ältester Sohn des Huthändlers Louis-Auguste Cézanne und Anne-Élisabeth Aubert in Aix-en-Provence (Frankreich) geboren. Als Cezanne 5 Jahre alt war, heiraten die Eltern. Der Vater gründet 1848 die Bank "Cézanne und Cabasol". |
1852 |
Ab dem Alter von 13 Jahren besucht Paul Cezanne das College Bourbon in Aix. Von den Mitschülern wird er aufgrund des sozialen Aufstiegs seines Vaters größtenteils gemieden, findet aber in Emile Zola und Jean-Baptistin Baille enge Freunde. |
1858 |
Den ersten Zeichenunterricht erhält Paul Cezanne mit 19 Jahren bei Gibert. Im selben Jahr besteht er auch das Abitur und studiert anschließend auf Wunsch seines Vaters an der Universität in Aix-en-Provence Jura. Gleichzeitig nimmt er jedoch Zeichen- und Malunterricht an der freien Zeichenschule der Stadt. |
1861 |
Im Jahre 1861 nach zweijähriger Studienzeit gibt sein Vater dem Drängen Cezannes nach und erlaubt ihm, eine Laufbahn als Maler einzuschlagen. Cézanne geht daraufhin nach Paris. Er gründet ein eigenes Atelier und besucht die Académie Suisse. Hier betreibt er zunächst vorwiegend Aktstudien. |
| |
In Paris lernt Paul Cezanne den Maler Camille Pissarro (1830-1903) kennen und arbeitet mit ihm zusammen. |
| |
Cézanne fühlt sich in Paris jedoch schnell unwohl und kehrt noch im Jahr 1861 depressiv nach Aix-en-Provence zurück, wo er eine Anstellung in der Bank seines Vaters erhält. Da Cezanne sich aber auch mit dem Leben als Bankangestellter nicht anfreunden kann, reist er im darauffolgenden Jahr erneut nach Paris. Finanzielle Unterstützung erhält er von seinem Vater. Die Bewerbung Paul Cézannes um Aufnahme auf der "École des Beaux-Arts" wird abgelehnt, woraufhin er wieder die Académie Suisse besucht. Dort lernt er u.a. Édouard Manet (1832-1883), Claude Monet (1840-1926) und Auguste Renoir (1841-1919) kennen. |
1863 |
Im Jahre 1863 werden Paul Cézannes Bilder im "Salon des Refusés" (Salon der Zurückgewiesenen) gezeigt, einer Ausstellung von Bildern, die für die offizielle Jahresausstellung der "Académie des Beaux-Arts" abgelehnt wurden. Cezannes Gemälde dieser Zeit sind gekennzeichnet von dunklen Farben und scharfen Kontrasten. |
| |
In den folgenden sechs Jahren hält sich Cézanne abwechselnd in Paris und Aix-en-Provence auf. Während dessen werden seine Bilder in zahlreichen weiteren Versuchen von der Akademie abgelehnt. 1869 lernt er die Buchbinderin Hortense Fiquet kennen, die seine Geliebte wird. |
1870 |
1870/1871 – in den Jahren des Deutsch-Französischen Krieges – hält sich Paul Cezanne in einem Fischerdorf in der Nähe Marseilles auf. Nach Ausrufung der Pariser Kommune kehren Cezanne und Hortense Fiquet nach Paris zurück. |
1872 |
1872 wird der gemeinsame Sohn Paul geboren. Die Familie zieht anschließend ins Tal der Oise, womit sie einer Einladung von Camille Pissarro nachkommen. In der Folgezeit lernt Cezanne von Pissarro und übernimmt die Mal- und Ausdrucksweise des Impressionismus. Pissarro gelingt es, die dunklen Farben von Cezannes Palette zu verbannen. Seine Gemälde werden nun deutlich heller und weisen weniger starke Kontraste auf. Gegenstand seines Schaffens in der Folgezeit werden im wesentlichen die hellen lichtdurchfluteten Landschaften der Provence. |
| |
In der ersten Gruppenausstellung von mehreren heute bekannten Künstlern des Impressionismus – neben Camille Pissarro u.a. auch Edgar Degas, Claude Monet, Auguste Renoir und Alfred Sisley – im Jahre 1874 werden auch einige Gemälde Paul Cezannes gezeigt. Seine und die Bilder der anderen Impressionisten stoßen aber auf heftige Kritik beim Publikum oder dienen der Belustigung. Auch drei Jahre später – als in einer weiteren Gruppenausstellung abermals Bilder von Cezanne gezeigt werden – besteht die Kritik am Impressionismus unverändert fort. Demgegenüber zeigt sich Paul Cezanne jedoch zunehmend unbeeindruckt. |
1886 |
Sein Schulfreund Emile Zola veröffentlicht 1886 den Roman "LOevre", der von einem gescheiterten Künstler handelt. Cézanne glaubt sich hierin wiederzuerkennen und beendet daraufhin die Freundschaft zu Zola. |
| |
Ebenfalls im Jahre 1886 heiratet Paul Cezanne seine langjährige Lebensgefährtin Hortense Fiquet. Noch im selben Jahr stirbt Cezannes Vater und er erbt ein erhebliches Vermögen. |
| |
Ende der Achtziger Jahre ziehen Paul Cézanne und seine Familie wieder nach Aix, wo die berühmten Bilder des Berges von Sainte-Victoire entstehen, den Cézanne in allen Variationen immer wieder malt. |
1895 |
In den Folgejahren wird Paul Cezanne zunehmend zum Einzelgänger. Immer mehr Zeit verbringt er ohne seine Familie. Seine Werke erreichen jedoch in Frankreich und auch im Ausland allmählich positive Aufmerksamkeit und Anerkennung. Seine erste Einzelausstellung erhält Cezanne im Jahre 1895 in einer Pariser Galerie und präsentiert dort etwa 150 Gemälde. |
| |
In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts kapselt sich Paul Cezanne noch weiter von der Gesellschaft und seiner Familie ab. Während seine Frau und sein Sohn in Paris leben, verbringt er sein Leben ausschließlich in Aix-en-Provence mit der Malerei. |
1906 |
Am 22.10.1906 stirbt Paul Cezanne an den Folgen einer Lungenentzündung in Aix-en-Provence, nachdem er beim Malen in ein Unwetter geraten war. |
| |
Bereits in seinen letzten Lebensjahren erzielen die Gemälde von Paul Cezanne ansehnliche Preise. Zu richtiger Berühmtheit gelangt das Schaffen Cezannes jedoch erst nach seinem Tod. |